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Presseberichte / Mitteilungen

16.12.2014: Nochmals Säcke geschüttelt

Grafenauer Nikoläuse entdeckten fast 1000 Euro für gute Zwecke

Grafenau. Am Rande der Sterntalerweihnacht hatten die Heiligen Nikoläuse von Grafenau noch einmal tief in ihre Säcke gegriffen und darin ein paar übrig gebliebene gute Taten entdeckt. Die wurden jetzt in der Himmelsbank auf irdische Euros umgetauscht und so an Lebenshilfe, Musikverein Schlag und Kindergarten Neuschönau überreicht.

Genau genommen stammt der Erlös aus der 39-jährigen Nikolaustradition in Grafenau, bei der Max Niedermeier und Watz Liebl seit Anfang an dahinter und darunter stecken, dazu auch Robert Maier als Nachwuchsheiliger und zudem einige Krampusse der Umgebung, um nicht zu viel zu verraten.

Denn ein Kind soll schon mal naseweis gemutmaßt haben, hinter dem Rauschebart verstecke sich gar das Gesicht des Bürgermeisters persönlich – nur weil die imposante Gestalt gepasst hätte und es so in der Zeitung gestanden sei. Der Heilige erwiderte, die Kleine könne doch wohl noch gar nicht lesen. Sie nicht, aber ihre große Schwester, und die habe es ihr verraten, war ihre schlagfertige Antwort.

Wenn die Eltern der Kinder irdische Stellvertreter darum bitten, dass ihnen Nikolaus persönlich mit Lob und Tadel zur Seite steht, dann packen diese die entsprechend lange Litanei in sein großes Buch. Da fällt dann auch immer etwas "pädagogisches Engagement" ab, das sich zu einer Hilfe summiert, die dann anderweitig vergeben werden kann. So auch heuer unter dem Motto: von Kindern für Kinder.

Grafenauer Nikoläuse entdeckten fast 1000 Euro für gute Zwecke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grazyna Dzideczek (v.l.) und Waltraud Krause von der Lebenshilfe durften ebenso 330 Euro von den Grafenauer Nikoläusen übernehmen wie Johanna Maier-Simmet vom Musikverein Schlag und Andrea Poxleitner, vom Kindergarten Neuschönau. Bürgermeister Max Niedermeier und Josef Liebl stehen nächstes Jahr schon 40 Jahre in besonderer Verbindung zum Nikolaus. Robert Maier, Edi Hable und Rainer Blöchinger vom Musikverein Schlag freuen sich darüber, dass das Loben und Tadeln der Nikoläuse zum Helfen führte.

− Foto: Haydn

 

23.06.2012: Tag der Begegnung als Wegbereitung

Lebenshilfe Grafenau feiert mit vielen Gästen ein gemeinsames Fest

„Ich glaube, die Wegrichtung stimmt. Wir wollen alle zu einer inklusiveren Gesellschaft. Es liegt nur noch an uns, die Wege richtig zu befestigen.“ Mit diesen Worten beschrieb Lebenshilfe Geschäftsführer Ferdinand Killinger den Kerngedanken dieses Festes, das miteinander Reden und das gemeinsame Feiern von Menschen mit und ohne Behinderung.

 

Ludwig Lankl und Josef SterrDen Auftakt zu dieser gut besuchten Veranstaltung bildete die Begrüßungsrede des 1.Vorsitzenden der Lebenshilfe Grafenau, Herrn Landrat Ludwig Lankl. Mit großer Freude und ein bisschen Stolz stellte er eine lokalpolitisch hohe Resonanz (die evtl. nicht vollständige Liste siehe rechter Kasten) für diese Aktion fest.
Seine innige Überzeugung, dass für das Gesamtwohl unserer Gesellschaft ein verbändeübergreifendes Zusammenhalten der Organisationen - auch wenn jede für sich eigenständige Schwerpunkte und Zielgruppen hat - die beste Voraussetzung sei, brachte er deutlich zum Ausdruck. Persönlich sei ihm die Lebenshilfe besonders ans Herz gewachsen und er bedauere sehr, dass er aufgrund der vielen dienstlichen Verpflichtungen als Landrat wenig Zeit hätte, dies stärker sichtbar machen zu können. Einen ganz herzlichen Gruß und Dank sprach er seinem Vorgänger und Lebenshilfe Gründer, heutigem Ehrenvorsitzenden Hans Steinbauer aus. Großes Lob und Anerkennung zollte er allen Mithelfenden, seinen Vorstands- und Vereinsausschussmitgliedern, den Bereichsleitungen und der Verwaltung mit Geschäftsführung, sowie für die Vielzahl der Kuchenspenden von Mitarbeitern und Eltern (darunter auch aus der SHG von Pfarrvikar Johannes Spitaler). Besonders bedankte sich Lankl für die musikalische Unterhaltung bei „Fabian & Philipp“ und den vier Musikanten von „La Katastropha“, die er scherzhaft bereits als „Hausband“ der Lebenshilfe Grafenau titulierte und weil sie für keinen Auftritt auch nur einen Cent Gage annehmen.



Stefan liest ein GedichtFür die Bewohner des Lebenshilfe Wohnheims hieß Heimbeirat Josef Winkelhofer die Gäste herzlich willkommen und wünschte guten Appetit und viel Spaß. Dafür erhielt er viele Sympathiebekundungen. Großen Beifall erntete Stefan Killinger für seinen Gedichtvortrag „Gedanken zur Zeit“. Dabei war in manchem Besuchergesicht ein gewisses Erstaunen über die gezeigte Natürlichkeit und das Selbstbewusstsein der beiden erkennbar.
Durch das Programm führte anschließend stellv. Vorsitzende Waltraud Krause. Sie benannte und bedankte sich bei den mitwirkenden Gruppierungen: u.a. den „Youngstars“ vom TSV Grafenau, den St. Georg Pfadfindern, den Grafenauer Ministranten und den Jugendfeuerwehrlern aus Schlag. Ebenso wies sie auf weitere Programmpunkte wie Kinderschminken, Bilderrahmen gestalten, Fotoshooting, Bewegungsspiele, Sitztanz, Luftballonsteigen und die reichhaltige Tombola hin. Stündlich wurde im Snoezelenraum der professionelle Film über den Tag der Begegnung vom Vorjahr (Produzentin Martina Frisch) gezeigt.



Dass gemeinsames Tun und das Einbeziehen von Menschen mit Handicap sogar in Showdarbietungen einfach und willkommen sind, demonstrierten die „Young-stars“ bei Akrobatik und Jonglieren.
Wenn es uns gelingt, bei solchen Aktionen – und danach auch bei gewöhnlichen Alltagssituationen - mit Menschen mit einem gewissen „Anderssein“ respekt- und würdevoll umzugehen, kommen wir dem Ziel der Inklusion ein erhebliches Stück näher“, ist sich der Veranstalter sicher.

 

Gästeliste:

  • Max Niedermeier, 1.Bürgermeister der Stadt Grafenau und Vorsitzender des Kreiscaritasverbandes Freyung-Grafenau
  • Anna Mitterdorfer, stv. Bürgermeisterin
  • Stadträte: Annemarie Ederer, Erwin Liebl, Max Riedl
  • Josef Kern, Bürgermeister von Innernzell
  • Johannes Spitaler, Pfarrvikar und Behindertenseelsorger
  • Josef Bauer, Geschäftsführer des KCV
  • Armin Schmid, Vorsitzender des KJR
  • Dora Bressem, „Schutzengelchen“